Wiefunktioniert

Für Unternehmen, die sich gegen Wetterrisiko absichern wollen

WICHTIG: weatherXchange® ist nur für größere Firmen, nicht für Privatnutzer ausgelegt.

1

Anfrage eines Logins

Erfragen Sie einen Login, um Zugang zum Wetterabsicherungs-Strukturierungs-Tool zu erhalten. Hierfür werden lediglich die vollständigen Kontaktdaten benötigt.

Dies ist kostenlos.

2

Erstellung der Wetter-Absicherung

Mit Hilfe des Wetterabsicherung-Strukturierungs-Tools kann ein kundenspezifischer Wetterabsicherungsvertrag konzipiert werden. Bei Fragen können Sie uns jederzeit über den Online-Chat kontaktieren. Wir können keine finanztechnischen Empfehlungen wie bspw. hinsichtlich der Eignung einer Strukturierung aussprechen, aber gerne helfen wir bei allgemeinen und technischen Fragen weiter.

Dies ist kostenlos.

3

Speichern des Vertrags

Der individuell erstellte Wettersicherungsvertrag kann nun im persönlichen Bereich "Gespeicherte Vertragsentwürfe" abgespeichert werden. Dies ermöglicht nicht nur ein späteres Zugreifen auf den Vertragsentwurf, sondern auch weitere Modifikationen oder die Erstellung weiterer Versionen mit veränderten Parametern.

Dies ist kostenlos.

4

Know Your Client - Kenne deinen Kunden

Sobald Sie bereit für die Preisanfrage sind, müssen wir entsprechend der regulatorischen "Know your client" Bestimmungen der Financial Conduct Authority (FCA) weitere Informationen über Sie als Kunden einholen. Erst dann können wir Ihnen einen erweiterten Login bereitstellen, welcher es Ihnen ermöglicht, Preisanfragen direkt an die Risikoträger zu senden. Dies ist ebenfalls für die Kontaktaufnahme mit Protection Seller oder Broker-Advisor), um weitere Beratung zu ersuchen, notwendig.

5

Anfrage des Preises oder Kontaktaufnahme mit Broker-Advisor

Um eine Preisanfrage für einen spezifischen Wettersicherungsvertrag direkt an die Protection Seller zu stellen, klicken Sie einfach auf das Symbol und verfassen Sie eine E-Mail. Die Erstellung der E-Mail geschieht automatisiert, jedoch außerhalb von weatherXchange. Dabei werden alle Details des jeweiligen Sicherungsvertrags automatisch so angehängt, dass diese durch den Empfänger sowohl manuell, als auch maschinell gelesen werden können.

Alternativ kann ein Broker-Advisor kontaktiert werden. Broker-Advisor auf der weatherXchange® Plattform haben spezifische Erfahrungen in der Wetterrisikoabsicherung vorzuweisen und können zum Einen finanztechnische Beratung leisten, zum Anderen aber auch im Namen des Kunden agieren, um so optimale Preise zu erzielen.

Dies ist kostenlos.

6

Abschluss der Transaktion

Sobald Sie Ihre Preisanfrage an die Protection Seller versendet haben, werden diese mit Ihnen in Kontakt treten. Dies geschieht überlicherweise per E-Mail, auf Wunsch auch per Telefon. Es ist jedoch nicht verpflichtend Telefonkontaktdaten zur Verfügung zu stellen. Der Abschluss der Transaktion findet dann im direkten Kontakt zwischen Ihnen und dem Protection Seller statt.

Alternativ, wenn Sie mit einem Broker-Advisor zusammenarbeiten, wird dieser Sie beim Transaktionsabschluss mit dem Protection Seller unterstützen.

weatherXchange ist auf dieser Ebene NICHT involviert.

7

Anfrage von Settlement-Daten und Kalkulationsdiensten

Der Protection Seller oder ggf. der Broker-Advisor, der Sie unterstützt, wird Ihre Transaktions-Details in das Speedwell Settlement Services Portal eingeben, um das offizielle Wetterdaten-Feed, welches für die Kalkulation des Vertragswertes notwendig ist, zu generieren ("Settlement-Daten"). Dies ist ein seperater Service durch die Speedwell Settlement Services Limited. Sie und der Hedge Provider können dann die Entwicklung des Vertragswertes auf diesem Portal verfolgen. Sobald neue Datenwerte verfügbar sind, werden diese hier bereitgestellt und fließen in die Kalkulation des aktuellen Vertragswertes ein.

Ebenso können Kalkulationsdienste angefragt werden. Diese ermöglichen das Tracking der wesentlichen Bewertungskennzahlen während der gesamten Lebensdauer des Wettersicherungsvertrags, welches ggf. für die Erfüllung der Buchhaltungs- und Rechnungslegungsanforderungen benötigt wird. Dieser Dienst wird durch die Speedwell Calculation Services Limited angeboten.

Diese Dienste sind kostenpflichtig.

8

Settlement-Zertifikat

Am Ende der Vertragslaufzeit wird ein Settlement Zertifikat an alle beteiligten Parteien, d.h. an Sie, den Protection Seller und ggf. den Broker-Advisor, ausgestellt.

Wie weatherXchange funktioniert - für Protection Seller

weatherXchange hilft neuen, wie auch bereits bestehenden gewerblichen Nutzern von Wetterrisiko-Sicherungsprodukten bei der Strukturierung von Wettersicherungsgeschäften und der Kontaktaufnahme direkt mit den Sicherungsgebern oder über Broker-Advisors. weatherXchange arbeitet nicht mit privaten oder Einzelhandels-Absicherern zusammen. Zu den Unternehmen, die Wetterrisikoabsicherungen über weatherXchange anbieten, gehören große Versicherungen, Rückversicherer und spezialisierte Funds. Diese werden im Folgenden "Protection Sellers" genannt. Sie sind auf dieser Website im Menüpunkt "Partner" in zufälliger Reihenfolge aufgeführt.

Für Versicherungsunternehmen und Funds, die Absicherungen in anderen Finanzmärkten, wie zum Beispiel CAT oder ILS anbieten, jedoch neu im indexbasierten Wetterrisikomarkt sind, fungiert weatherXchange als kostenlose "Salesforce" in einer unkorrelierten Anlagenklasse: nämlich indem weatherXchange Sie mit potenziellen neuen, wie auch bestehenden Hedgern, welche den hohen Automatisierungsgrad und die Zweckmäßigkeit von weatherXchange schätzen, zusammenführt.

Um es nochmals festzuhalten, weatherXchange agiert nicht als Broker und ist auch nicht Ort der Ausführung der Transaktion. weatherXchange hilft neuen Sicherungsnehmern lediglich bei den ersten Schritten in der Spezifizierung und Ausarbeitung eines möglichen Sicherungsgeschäfts, um dann den Kontakt mit Ihnen, dem Protection Seller, herzustellen. Des Weiteren hilft weatherXchange bestehenden Nutzern von Wetterrisikoabsicherung bei der Automatisierung des RFP Prozesses, d.h. des Prozesses der Aufforderung der gegeüberliegenden Parteien zur Angebotsabgabe. Für die Listung als Protection Seller auf weatherXchange gibt es keine formalen Kriterien, allerdings sind Protection Seller für gewöhnlich Unternehmen, die bereits in einer ähnlichen Anlagenklasse aktiv und durch die entsprechenden Aufsichtsbehörden reguliert sind. Weder für das Entsenden von RFPs seitens der Hedger, noch für das Empfangen der RFPs durch die Protection Seller fallen Kosten an. Allerdings benötigen Protection Seller für die Kalkulation der Transaktion Zugang zu den unterliegenden Wetterdaten.

Weiterführende Informationen

Wie weatherXchange funktioniert - für Broker-Advisors

Viele potenzielle Nutzer, welche auf die weatherXchange Plattform kommen, suchen eine fundierte Beratung durch Experten. weatherXchange nimmt die Rolle eines Conduit ein, wodurch Neueinsteiger im Wetterrisikomarkt Unterstützung durch erfahrene Spezialisten in diesem Bereich anfragen können. Sind Sie als Broker-Advisor gelistet, kann der Hedger Sie direkt kontaktieren, wobei sämtliche anfallenden Gebühren Ihrerseits direkt mit dem Hedger verhandelt werden. weatherXchange arbeitet nicht mit privaten oder Einzelhandels-Absicherern zusammen. Zudem gibt weatherXchange keine Investitionsberatung und dient auch nicht als Ort der Ausführung der Transaktion.

Darüber hinaus hilft weatherXchange bei der Rationalisierung des gesamten Vermittlungsprozesses durch die Bereitstellung der Wetterdaten, Tools und Mittel, sodass Broker RFPs leicht an mehrere Protection Seller aussenden können. Uns ist bewusst, wie wichtig die Bereitstellung lokaler Daten für Broker-Advisor für die Erstellung von kundenindividuellen Wetterrisikoabsicherungen ist. Aus diesem Grund arbeitet weatherXchange eng mit Ihnen, den Broker-Advisor, zusammen, um auf einer angemessenen Anfragebasis gewünschte Datensets auf der weatherXchange® Plattform bereitzustellen, darunter auch Gridded Data.

Auf der weatherXchange® Plattform gibt es 3 Kategorien von Broker-Advisor:

  • Full-Service Broker-Advisor haben vollen Zugang zu den zugrundeliegenden Daten und sind dazu befähigt, zur Wetterrisikoabsicherung in vielen Regionen weltweit in vollem Umfang zu beraten. Full-Service Broker-Advisor sind international aufgestellte Organisationen mit hohen Kompetenzen und der notwendigen behördlichen Erlaubnis in vielen Ländern weltweit, um Wetterrisikoplatzierungen durchzuführen. Sie haben große Erfahrung in der Strukturierung, Beratung und Vermittlung von indexbasiertem Wetterrisiko und verfügen über eine breite Auswahl an Versicherungsprodukten.
  • Secondary Market Broker-Advisor sind dazu befähigt, zu standardisierten Energiemarkt-bezogenen Standorten, welche über die Speedwell-Market Initiative erhältlich sind, zu beraten und zu vermitteln. Klicken Sie hier für weitere Informationen zur Speedwell-Market Initiative.
  • Regional Specialist Broker-Advisor: In diese Kategorie fallen Spezialisten-Broker mit großer regionaler Erfahrung und finanzbehördlicher Beratungserlaubnis, die auf die Beratung von Wetterrisiko in spezifischen Sektoren, wie bspw. dem Bauwesen oder der Agrarindustrie, spezialisiert sind. Regionale Specialist Broker-Advisor sind auf bestimmte geographische Regionen spezialisiert. Normalerweise fällt für diese Kategorie der Broker-Advisor keine Gebühr an.

Es ist zwingend notwendig, dass Broker-Advisor Erfahrungen im indexbasierten Wetterrisikomarkt vorweisen können und durch die entsprechenden Finanzbehörden reguliert sind.

Weiterführende Informationen


Weshalb sollte man einen Broker-Advisor beauftragen?

Ein Broker-Advisor:

  • bietet eine unabhängige Beratung zur Strukturierung eines Wettersicherungsvertrags. Aus regulatorischen Gründen sind nämlich nicht alle Protection Seller in der Lage eine solche finanztechnische Beratung anzubieten.
  • kann zu den am Besten geeigneten Gegenparteien für das jeweilige Wettersicherungsgeschäft beraten, denn nicht alle Protection Seller können alle Arten oder alle Größenordnungen von Wetterrisikoabsicherung anbieten.
  • kann zu Themen wie beispielsweise der Bonität von potentiellen Protection Seller beraten.
  • kann vorteilhaftere Preise aushandeln. Gerade bei größeren Transaktion kann dies bedeuten, dass das Risiko auf mehrere Protection Seller verteilt wird.
  • verfügt über ein umfassendes lokales Fachwissen.

Hier klicken für eine vollständige Liste der Broker-Advisor.

Wie wird der Preis von Wetterrisikoverträgen festgestellt?

Der Preis eines indexbasierten Wettersicherungsvertrags hängt von der Häufigkeit des Events und der Höhe der Auszahlung ab. Es gibt nicht "die richtige" Methode, um einen solchen Vertrag preislich zu bewerten und verschiedene Protection Seller werden unterschiedliche Methodologien zur Preisfeststellung verwenden - genauso wie es in anderen Märkten, beispielsweise der Schadensversicherung, der Fall ist.

Die einfachste Methodik, welche normalerweise auch den günstigsten theoretischen Preis mit sich bringt, ist die Betrachtung historischer Wetterdaten, anhand derer dann das durchschnittliche Payout für den jeweiligen Vertrag über eine große Anzahl an historischen Jahren kalkuliert wird. Dies kann auf Wunsch des Protection Seller auch an Trends oder andere Faktoren angepasst werden. Wie auch in anderen Märkten müssen die Protection Seller anfallende Kosten durch Administration oder Kapital berücksichtigen

Somit kann das Preisangebot eines Protection Sellers auch von seinen anderweitigen Verträgen in seinen Geschäftsbüchern abhängen. Folglich kann es von Vorteil sein, Kostenvoranschläge von mehreren Protection Seller einzuholen und zu vergleichen.

Wetter-Hedging-Terminologie

  • Korb: : indexbasierte Wettersicherungsverträge beziehen sich immer auf einen Wetterindex. Dieser Index kann sowohl auf nur einer, als auch auf mehreren Messstandorten basieren. Letzteres wird als "Korb" beschrieben. Ein Korb kann dann nützlich sein, wenn beispielsweise eine Firma, die Propan verteilt, eine Absicherung gegen warme Winter in der für sie relevanten Region abschließen möchte. Durch die Verwendung von mehreren Wetterstationen in dieser Region ist es möglich, den Index so zu gewichten, dass er möglichst genau dem Kundenprofil entspricht. weatherXchange kann verschiedene Körbe, die den Bedürfnissen eines bestimmten Sicherungsnehmers entsprechen, listen.
  • Broker-Advisor: können Investitions-Beratung geben und im Namen des Hedgers das zu sichernde Wetterrisiko platzieren. Dabei werden die finanziellen Aspekte direkt zwischen Hedger und Broker-Advisor verhandelt. weatherXchange ist hierbei in keiner Weise involviert und hat an diesem Prozess auch keinerlei finanzielles Interesse. Alle Broker-Advisor sind im Menüpunkt "Partner" aufgeführt.
  • Cap: : Dies ist der festgelegte Wert des Wetterindexes, bei dessen Überschreitung nach oben bzw. nach unten hin, das Payout nicht mehr weiter steigt. Angenommen, dass Niederschlagsmengen von über 50 mm innerhalb einer bestimmten Periode für ein Bauunternehmen problematisch sind. Gleichzeitig sind die durch den Niederschlag verursachten Störungen während eben dieser Periode bei einer Niederschlagsmenge von 200mm maximal. In diesem Fall wird das Cap bei 150 mm festgesetzt. Das Maximal-Payout entspricht dem Cap multipliziert mit dem Notierungssprung (Tick Size). Genauso kann es auch der Fall sein, dass zu viele Tage mit extremen Niederschlägen (z.B. mehr als 5 Tage mit jeweils mehr als 20mm Regen) für ein Ausflugs-Unternehmen zum Problem werden können. Allerdings gibt es eine Obergrenze an solch "Kritischen Tagen" hinsichtlich der Einnahmen, da das Unternehmen insgesamt nur 15 Ausflüge anbietet. Somit entspricht das Cap der Differenz zwischen der Anzahl der "Kritischen Tage", bei welcher das Payout beginnt ( z.B. Strike = 5 Tage), und derjenigen Anzahl an "Kritischen Tagen", ab welchem das Payout nicht mehr steigt (in unserem Beispiel: 15). Also beträgt das Cap 10.
  • CDD:Cooling Degree Days, auch Kältesumme genannt, ist eine Maßeinheit für die Energienachfrage in Bezug auf die Klimatisierung. Unter Verwendung der Durchschnittstemperatur für den Tag, entspricht jedes Grad über 18°C (bzw. 65°F in den USA) einem CDD. Liegt die Tagesdurchschnittstemperatur unter 18°C / 65°F fallen für diesen Tag keine CDD an. Für den gewünschten Zeitraum werden die CDDs der einzelnen Tage aufsummiert.
  • Critical Day:: Ein Tag wird als "Kritischer Tag " bezeichnet, wenn eine bestimmte, extreme Wetterbedingung eintritt. Beispielsweise kann dies in der Landwirtschaft ein Tag mit Maximaltemperaturen von >35°C, welche Ernteschäden verursachen, sein. Oder, wenn täglicher Niederschlag von >5mm zu Unterbrechungen im Bauwesen führt. Für solche Fälle kann der Wetterindex auf der Anzahl der eingetretenen kritischen Tage basiert werden. Zum Beispiel kann eine Baufirma 4 Regentage mit Niederschlagsmengen von über 5mm bewältigen, bei mehr Regentagen jedoch fallen pro Regentag aufgrund der entstehenden Verzögerungen Kosten in Höhe von $10,000 an. Also wird der "Kritische Tag" als "Regen>5mm", der Strike = 4, und der Notierungssprung (Tick Size) = $10,000 festgelegt.
  • Gridded Data: Dies sind Wetterdatensets, welche auf interpolierten, terrestrischen Beobachtungswerten, historischen Prognosewerten, Satellitendaten oder auch einer Kombination aus diesen Datenquellen basieren. So können Gridded-Data-Sets gerade in Gebieten mit keinen oder nur äußerst wenigen Beobachtungsdaten als Datengrundlage dienen, beispielsweise für Windgeschwindigkeiten auf 80m Höhe, oder für Marinedaten wie die Wellenhöhe. Ebenso kann Gridded Data in Gebieten ohne oder mit kaum vorhandenen terrestrischen Beobachtungswerten verwendet werden. Gerade für Wettersicherungsverträge im Bereich der erneuerbaren Energien finden Gridded Data große Verwendung. Einige Indizes auf Basis von Gridded Data sind auf weatherXchange® gelistet, weitere Gridded-Data-Sets, auch als Körbe gewichtet, können auf Anfrage hinzugefügt werden, insbesondere auch um die Bedürfnisse bestimmter Sicherungsnehmer abzubilden.
  • HDD: Heating Degree Days, auch Wärmesumme genannt, ist eine Maßeinheit für die Energienachfrage in Bezug auf Beheizung. Unter Verwendung der Durchschnittstemperatur für den Tag, entspricht jedes Grad unter 18°C (bzw. 65F in den USA) einem HDD. Liegt die Tagesdurchschnittstemperatur über 18°C / 65 F fallen für diesen Tag keine HDD an. Für den gewünschten Zeitraum werden die HDDs der einzelnen Tage aufsummiert.
  • Investitionsberatung: : Dieser Begriff wird überwiegend in einem regulatorischen Kontext verwendet. Obwohl weatherXchange durch die Financial Conduct Authority (FCA) authorisiert und reguliert ist, bieten wir keine Investitionsberatung an. So stehen wir jederzeit für praktische Fragen hinsichtlich der Benutzung des Strukturierungsassistenten zur Verfügung, können aber nicht zur Eignung eines bestimmten Vertrags bezüglich der kundenspezifischen Bedürfnisse beraten. Hierfür sind die auf weatherXchange gelisteten Broker-Advisor zuständig, welche eine umfassende Investitionsberatung anbieten und direkt über die weatherXchange® Plattform kontaktiert werden können.
  • Indexbasiertes Wetterrisiko: Die Absicherung von indexbasiertem Wetterrisiko verwendet Beobachtungswerte einer Wettervariable an einer bestimmten Wetterstation, um daraus einen Index zu erzeugen, anhand dessen dann das Payout kalkuliert werden kann. Solch ein Index kann beispielsweise die gesamte Niederschlagsmenge während eines bestimmten Zeitraumes, oder die Anzahl an Tagen mit Tiefsttemperaturen unter 0°C sein. Die meisten Verträge werden dann ausgezahlt, wenn der Index über bzw. unter einen bestimmten Wert steigt bzw. fällt (siehe "Strike"). Hierbei ist das Payout proportional zur Abweichung des tatsächlichen Wertes zum Strike (siehe "Tick Size"). Der Vertragszeitraum, der Strike und der Notierungssprung (Tick Size) werden vom Sicherungsnehmer entsprechend seiner Bedürfnisse gewählt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Schadensersatzversicherungen muss bei der indexbasierten Absicherung kein Schaden nachgewiesen werden. Das Settlement ist gänzlich objektiv, da es auf Messwerten von Niederschlagsmengen, Temperaturen oder anderen gewählten Wettervariablen während des vorab festgelegten Zeitraumes basiert. Somit ist kein Schadensregulierungsprozess notwendig
  • Referenzstation: Diejenige ausgewählte Wetterstation, auf welcher der Wettersicherungsvertrag basiert.
  • RFP: "Request for Proposal" oder "Request for Price", oder auch Aufforderung zur Angebotsabgabe. Um einen Preisvorschlag für einen Wettersicherungsvertrag zu erhalten, ist es notwendig dem Protection Seller alle Einzelheiten des Vertrags zukommenzulassen. Über die weatherXchange Plattform kann das RFP-Dokument mit nur einem Mausklick an mehrere Protection Seller versendet werden..
  • Protection Seller: Mit diesem Oberbegriff werden alle Versicherungen, Rückversicherungen und Funds beschrieben, welche in der Lage sind, eine solche Wetterrisikoabsicherung anzubieten. Protection Seller sind auf der weatherXchange Website im Menüpunkt "Partner" in zufälliger Reihenfolge aufgeführt.
  • Settlement-Daten: Dies sind qualitätsgeprüfte Wetterdaten, welche für die Erstellung des Indexes, auf welchem der Wettersichererungsvertrag basiert, verwendet werden. Diese Settlement-Daten werden durch die Speedwell Settlement Services Limited bereit gestellt.
  • Startdatum / Enddatum:Diese definieren Beginn und Ende des Zeitraumes, innerhalb dessen der Wetterindex an der Referenzstation gemessen wird. Beispielsweise kann dieser Zeitraum die kritische Wachstumsphase eines Getreides, die Phase wichtiger Fundamentarbeiten im Baugewerbe, oder den "Winter" für ein Energieunternehmen, das sich gegen zu warmes Wetter und somit eine geringere Gasnachfrage absichern möchte, umfassen.
  • Strike: oder auch Ausübungswert: Ab diesem vorab festgelegten Wert beginnt die Auszahlung des Vertrags. Zum Beispiel ist ein Bauprojekt in der Woche vor Baubeginn besonders empfindlich für Niederschlagsmengen von 50mm und mehr. Somit wird der Strike bei 50mm Niederschlag festgesetzt.
  • Trading Participants: described on the weatherXchange® Platform as the users who are interested in not just sending but also receiving RFPs for exchange-traded sites. The architecture of the weatherXchange® Platform allows any user to be provided with the option of sending RFPs to any other user. For most users, these are set by default to Protection Sellers only. However, Trading Participants are able to request the addition of any Participant listed as a Trading Participant, subject to their agreement.
  • Term Sheet: Hier werden alle ausgehandelten Vertragspunkte des Wettersicherungsvertrags definiert. Dies benötigt der Protection Seller nicht nur für die Preiskalkulation des indexbasierten Wetterrisikovertrags, sondern es stellt gleichzeitig auch die rechtliche, verbindliche Vertragsgrundlage zwischen Hedger und Protection Seller dar. Auf der weatherXchange Plattform wird das Term Sheet automatisch generiert und kann dann entweder direkt an Protection Seller für eine Preisanfrage, oder aber an Broker-Advisor für eine Investitionsberatung oder auch damit der Broker-Advisor im Auftrag des Hedgers die Transaktion durchführt, versendet werden.
  • Tick Size: oder auch Notierungssprung: Dies benennt die benötigte Payouthöhe je Millimeter Regen oder °C pro Tag über bzw. unterhalb des Strikes. Zum Beispiel setzt ein Bauunternehmen, welches bei starkem Regen große Störungen hinnehmen muss, die Auszahlungshöhe auf 1.000 € je Millimeter Regen für jeden Millimeter über des 50 mm Strikes.
  • Wetterelement: Die Wettervariable, welche für den Vertrag von Bedeutung ist und an der Referenzstation gemessen wird, z.B. Niederschlag, Tageshöchsttemeratur, etc.
  • Wetterindex: Der Startpunkt für den Kauf einer Wettersicherung ist die Definition der kritischen Wettersituation: dies wird durch den Wetterindex abgebildet. Ist die gesamte Niederschlagsmenge relevant, so wird für den Wetterindex die kumulative Regenmenge benötigt. Ist die Anzahl an Tagen mit extremen Temperaturwerten ausschlaggebend, so könnte der Index die Anzahl an Tagen mit einer täglichen Maximaltemperatur von über 30°C sein.
  • weatherML:: ist die firmeneigene "Markup-Language", oder auch Auszeichnungssprache, von Speedwell Weather Limited, welche für die Parameterdefinition von indexbasierten Wetterrisikoverträgen verwendet wird. Letztlich dient diese dazu, ein maschinenlesbares Term-Sheet zu generieren. Ein solches weatherML-Dokument kann sowohl von Menschen, als auch von der entsprechenden Software gelesen werden. Versendet ein Hedger eine RFP-Preisanfrage über die weatherXchange® Plattform an einen Protection Seller, so ist dieses RFP im weatherML-Format.